CAUNES-MINERVOIS

Caunes-Minervois ist eine französische Gemeinde im département Aude gelegen in der Occitania Region. Ihre Einwohner sind die Caunois. Unter Touristen ist es beliebt das Abteiareal (Seite des Katharenlands) und die Steinbrüche für roten Marmor zu besuchen.

Am Fuße des schwarzen Berges ein bisschen über der Fläche von Minervois, wird Caunes-Minervois von dem Argent-Double ein kleiner Nebenfluss der Aude gekreuzt. Die Stadt ist für die gute Qualität des Marmors bekannt, welcher in vielen Monumenten, sowie auch im Schloss Versailles verbaut wurde. Die Kommune liegt auf Bruchlinien und ist in Kontakt mit dem Süden des Hercynian Massivs und der angeschwemmten Fläche der Aude. Das städtische Gebiet driftet so langsam nach Süden mit gut durchlässigem Gelände zum Gunsten der Hauptweinberge, welche über Generationen seit dem 19. Jahrhundert eine Einkommensquelle sind.

Die Stadt Caunes-Minervois wurde um eine Benediktinerabtei erbaut, welche 780 vom Abt Anian, einem Freund von Saint Benedict von Aniane gegründet wurde.Ursprünglich unter den direkten Schutz des Königs gestellt wurde das Kloster in die Hände des Grafen von Barcelona gegeben, bevor die Trencavels 1195 ihre Rechte auf es beanspruchten.

Während der Kreuzzüge der Albigener, bekam der Abt de Caunes mehrmals Besuch von Vertretern des Papstes, die kamen um katholische Orthodoxie zu predigen. 1226 wurde Pierre Isarn, der katarische Bischof von Carcassès in Caunes verbrannt.

Das 13. – und 14. Jahrhundert war von Konflikten zwischen weltlichen und religösen Autoritäten geprägt, sowie von einem gewissen Wohlstand des Klosters, was die Zahl der Mitglieder deutlich von fünfzehn auf dreißig ansteigen lies.

Die Errichtung der Commende in 1467 machte den Höhepunkt einer langen Zeit der Entspannung von den klösterlichen Werten in Caunes aus. Erst zum Beginn des 17. Jahrhunderts wurden eine Serie von Reformen vom Abt Jean d’Alibert angeleitet. Er renovierte die Gebäude und baue das Abteihaus wieder auf. Anschließend ergriff die Gemeinde von Saint-Maur Besitz und baute die Klostergebäude wieder auf.

Die Abtei wurde 1791 entfremdet, außer der Kirche wurden alle Gebäude zum Eigentum der Gemeinde. Die Kirche wurde 1916 als historisches Denkmal klassifiziert und die Gebäude der Abtei 1948.